Wie gut bist Du vorbereitet? 2016 bringt neue Gesetze und Regelungen  – ein Überblick

Wie gut bist Du vorbereitet? 2016 bringt neue Gesetze und Regelungen – ein Überblick

29. Dezember 2015

Jedes neue Jahr treten neue Gesetze und Regelungen in Kraft – in diesem Beitrag liest Du, welche Änderungen 2016 auf Dich und Deine Familie zukommen.

Das ändert sich für Familien. Viele Eltern sind derzeit auf der Suche nach einer wichtigen Nummer, denn bis 2016 müssen bei den örtlichen Familienkassen die Steuer-Identifikationsnummern vorliegen. Da ein automatisches Meldeabgleichsverfahren stattgefunden hat, müssen sich 90 Prozent der Bundesbürger hier aber keine Arbeit machen. Wessen Nummer fehlt, der bekommt demnächst Post, um diese nachzureichen. Der Hintergrund der neuen Regelung: Die Familienkassen möchten vermeiden, dass doppelte Zahlungen geleistet werden. Deshalb müssen Eltern ihre eigene sowie die Steuer-ID-Nummer ihrer Kinder melden. In der Regel finden Steuerpflichtige die wichtigen Kennziffern auf der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitgebers oder in ihrem Einkommenssteuerbescheid. Für Neugeborene erhält der Berechtigte automatisch die Nummer, die einen Menschen ein Leben lang begleiten wird. Wer seine Steuer-ID-Nummer vergessen hat oder sie nicht mehr findet, der kann sie beim Bundeszentralamt für Steuern schriftlich anfordern.

Das ändert sich für Autofahrer. Jeder dritte Autofahrer ist 2016 von einer Neueinstufung betroffen. Wie in jedem Jahr passen die deutschen Autoversicherer ihre Berechnungsgrundlage für die Kfz-Versicherung an. Auf deutschen Straßen sind rund 26.000 verschiedene Automodelle unterwegs, diese teilen sich bei der Berechnung der Haftpflicht- und Kaskoversicherungsbeiträge auf 65 Typenklassen auf. Welches Modell zu welcher Klasse gehört, wird jedes Jahr neu errechnet, dazu bedienen sich die Versicherer jedes Jahr verschiedener statistischer Werte aus dem Vorjahr. Besonders wichtig ist hierbei die Schadens- und Unfallhäufigkeit des jeweiligen Automodells. Grundsätzlich gilt: Wenn bei einem Automodell mehr Unfälle als im Vorjahr verzeichnet wurden, steigt dieses Modell im Folgejahr in der Typenklasse auf.

Laut GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.) ist jedes dritte Auto von einer Neueinstufung betroffen, für 14 Prozent ergibt sich eine niedrigere Einstufung, 16 Prozent der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge werden hochgestuft.

Die genaue Typklassen-Einstufung Deines Autos findest Du hier:
http://www.gdv.de/2015/08/typklassen-in-der-kfz-versicherung-2016/

Das ändert sich beim Steuerrecht. Der Grundfreibetrag, also das so genannte „Existenzminimum“ pro Person steigt 2016 um 180 Euro auf 8.652 Euro (bisher: 8.472 Euro). Auch der Unterhaltsfreibetrag steigt an. Unterhaltspflichtige Steuerzahlen können für das laufende Jahr einen Betrag von bis zu 8.472 Euro jährlich als außergewöhnliche Belastung absetzen. In 2016 werden es bis zu 8.652 Euro sein. Erhält der zu Unterstützende jedoch von anderer Seite Einkünfte oder Bezüge, die mehr als 624 Euro jährlich betragen, so werden diese – wie bisher – vom Unterstützungshöchstbetrag abgezogen.

Für Arbeitnehmer, die bisher jedes Jahr ihre Freibeträge für den Lohnsteuerabzug eintragen lassen mussten, gibt es ab 2016 eine Erleichterung: Ab sofort haben alle neu beantragten Freibeträge eine Gültigkeit von zwei Jahren. Eine Änderung ist nur nötig, wenn sich in diesem Zeitraum die Voraussetzungen beim Arbeitnehmer verändern. Vergleichbares gilt auch für die Beantragung der Steuerklasse IV plus Faktor, die für eine möglichst präzise Berechnung der Lohnsteuer pro Partner (für Ehepaare und gesetzliche Lebenspartner) sorgt. Auch sie soll zwei Jahre gültig sein.

Das ändert sich bei der Rauchmelderpflicht. Ab 1. Januar herrscht in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt Rauchmelderpflicht. Ab kommendem Jahr gilt somit in fast allen deutschen Bundesländern eine Rauchmelderpflicht – mit drei Ausnahmen: In Thüringen werden die kleinen Lebensretter erst ab 2019 Pflicht, in Berlin und Brandenburg ist diese Pflicht in Planung.

Die Rauchmelderpflicht wird in der jeweiligen Landesbauordnung definiert und besagt, dass Schlafzimmer, Kinderzimmer und Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, mindestens einen Rauchwarnmelder haben müssen.

Hier findest Du weitere Informationen:
http://rauchmelderpflicht.net/rauchmelderpflicht-deutschland/

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