Crowdworking, Jobsharing und Co.: Das sind die Arbeitsmodelle der Zukunft

Crowdworking, Jobsharing und Co.: Das sind die Arbeitsmodelle der Zukunft

27. Dezember 2017

Alternative Arbeitsmodelle machen Unternehmen produktiver: Zu diesem Schluss kam die internationale Umfrage Flexibles Arbeiten: Freund oder Feind? des Marktforschungsunternehmens Morar im Auftrag von Vodafone. Es sollte also nicht verwundern, dass der klassische Nine-to-five-Job inzwischen in vielen Branchen ausgedient hat.

Immer mehr Firmen erkennen den Nutzen und bieten ihren Mitarbeitern daher neue Arbeitszeitmodelle an. Dabei stehen zwei Aspekte besonders im Vordergrund: flexible Zeiteinteilung und eine ausgeglichene Work-Life-Balance. Doch welche Systeme sind eigentlich gerade im Kommen und worin unterscheiden sie sich?

Homeoffice für die Work-Life-Balance

Wer Beruf und Familie verbinden, seine Zeit besser einteilen oder einfach nur ungestört arbeiten möchte, dürfte sich für das Model Homeoffice interessieren. Viele Firmen bieten ihren Arbeitnehmern mittlerweile an, ab und an von zu Hause aus zu arbeiten. Ob ein Handwerker ins Haus kommt, die Kinder krank sind oder der öffentliche Nahverkehr streikt – der Mitarbeiter kann in solchen Fällen über einen Log-in oder einem VPN-Zugang auf die unternehmensinterne Plattform zugreifen. So lassen sich die gleichen Aufgaben erfüllen, die er sonst vor Ort im Büro zu erledigen hätte. Grundsätzlich gelten auch dieselben Arbeitszeiten wie in der Firma: Länger als acht Stunden soll grundsätzlich im Job pro Tag nicht gearbeitet werden.

Einen Rechtsanspruch auf Homeoffice gibt es in Deutschland allerdings nicht – ganz anders als in den Niederlanden. Seit 2015 ist die Heimarbeit dort rechtlich geregelt. In der Bundesrepublik muss der Arbeitgeber seine Zustimmung geben. Andersherum kann der Chef Mitarbeiter aber auch nicht einfach ins Homeoffice “verbannen”.

Jobsharing: Ein Full-Time-Job für Teilzeitkräfte

Wie der Begriff Jobsharing bereits andeutet, teilen sich bei diesem Arbeitsmodell zwei oder mehrere Arbeitnehmer in Teilzeit einen Vollzeitjob. Das bedeutet, dass sie dieselben Projekte als Team betreuen und dafür auch gemeinsam die Verantwortung tragen.

Die Arbeitszeiten können dabei flexibel eingeteilt werden. Entweder arbeiten die Mitarbeiter täglich stundenweise, im ganztägigen oder wöchentlichen Wechsel. In allen Fällen bleibt den Jobsharern reichlich Freizeit, um sich um andere Dinge wie Kinder, ein zeitintensives Hobby oder auch einen Zweitjob zu kümmern.

Crowdworking: Flexibles Arbeiten am Lieblingsort

Crowdworking oder auch Crowdsourcing ist vor allem eines: dezentral. Dank des Internets können Konzerne inzwischen freie Mitarbeiter auf der ganzen Welt mit ins Boot holen. Dafür müssen sie diese lediglich über eine der zahlreichen Crowdworking-Plattformen ausfindig machen. Dann wird das Team-Meeting per Videokonferenz abgehalten, Unterlagen kommen per Mailanhang und nicht mit der Hauspost und das Telefon ersetzt das persönliche Gespräch.

Crowdworking ermöglicht Unternehmern, international nach qualifizierten Projektmitarbeitern zu suchen, anstatt nur im Land des Unternehmenssitzes nach Mitarbeitern Ausschau zu halten. Der Crowdworker erhält hingegen die Freiheit, dort zu leben und zu arbeiten, wo er sich am wohlsten fühlt.

Bild: Josefa nDiaz/unsplash


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