Die große Landflucht: 10 Gründe, warum es trotzdem schön ist, im Dorf zu leben

Die große Landflucht: 10 Gründe, warum es trotzdem schön ist, im Dorf zu leben

18. Dezember 2017

Während Städte und ihre Speckgürtel stetig wachsen, dünnt die Bevölkerung in Deutschlands Dörfern immer mehr aus. Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung werden bis 2030 vor allem ländliche Gemeinden erheblich an Einwohnern einbüßen, während die Stadtstaaten und strukturstarke Bundesländer mit vielen Städten hinzugewinnen.

Einer der Gründe ist die Arbeitsmarktsituation: Wer als Dorfkind nach der Schule einen Ausbildungs- oder Studienplatz sucht, muss fast gezwungenermaßen in die nächste Stadt ziehen. Dabei ist das Leben auf dem Land in anderen Punkten dem Stadtleben überlegen. So gibt es nicht umsonst viele Menschen, für die das Leben in einem Ort mit mehr als 10.000 Einwohnern nicht infrage kommt. 10 Gründe, warum das Dorf die Stadt schlägt.

1. Schützenverein und Dorfkneipe

Auf dem Dorf kennt jeder jeden und bei den unzähligen Gemeindeaktivitäten kommen alle gerne zusammen. Dieses enge miteinander hat enorme Vorteile, denn Nachbarschaftshilfe wird großgeschrieben und keiner verschwindet in der Anonymität.

2. Der Verkehr

Explodierende Feinstaubwerte und nächtliches Verkehrsrauschen kennt auf dem Dorf niemand, hier können sogar Kinder gefahrlos auf der Straße spielen – die zwei bis drei Autofahrer, die pro Tag durchrollen, nehmen in der Regel mehr Rücksicht als die gestressten Fahrer im dichten Stadtverkehr.

3. Ein Herz für Haustiere

Auf dem Dorf stellt sich die Frage nach der artgerechten Haltung von Hund, Katze oder Kaninchen gar nicht erst. Über einen Garten verfügt hier fast jeder und Auslaufflächen für die Vierbeiner gibt es zur Genüge direkt vor der Tür.

4. Die lieben Kleinen

Stadtkinder verbringen ihre Nachmittage auf dem Spielplatz, während Dorfkinder im eigenen Garten spielen und irgendwann die Gegend unsicher machen: Nur auf dem Land lassen sich Scheunen, Bäche und wilde Blumenwiesen entdecken und erkunden.

5. Gärtnerglück statt grüner Kiste

Urban Gardening oder grüne Kiste? Von wegen: Auf dem Land ist genug Platz, um große Beete für Tomaten, Gurken, Kräuter und andere Schätze aus der Natur anzulegen – und die frische Ernte dann höchstpersönlich zu verzehren.

6. Lebenshaltungskosten

Lebensmittel, Miete oder Versicherungen: Die Lebenshaltungskosten sind häufig günstiger auf dem Dorf. Besonders beim Thema Eigenheim ist das ein entscheidender Faktor, denn nur die wenigsten können sich ein Haus in der Stadt leisten – ganz im Gegensatz zum Land, wo Grundstücke nur einen Bruchteil kosten.

7. Ruhe!

Laut feiernde Nachbarn oder Flugzeug- und Straßenlärm: Was in der Stadt fast schon Hintergrundbeschallung ist, gibt es auf dem Dorf in der Form nahezu gar nicht. Wer aus dem Haus tritt, kann sich hier schon mal an fast vollständiger Stille erfreuen, denn das Haus des Nachbarn ist weit genug weg, ebenso wie die nächste vierspurige Straße oder der Flughafen. Städter blättern für ein wenig Entspannung in der Landlust, Dorfbewohner gehen einfach vor die Tür.

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8. Sport im Freien

Skifahren, Mountainbiking, Wandern oder einfach Spazierengehen: Auf dem Dorf finden Abenteurer und Fitnessjunkies ihre Sportlocation meist direkt vor Ort – und können sich beim Wandern oder Nordic Walking vorbei an fast unberührte Wiesen auch ganz ungestört fühlen.

9. Familienanschluss

Wer auf dem Dorf lebt, hat meist seine gesamte Familie in der unmittelbaren Umgebung: Die Eltern in der zweiten Doppelhaushälfte, die Oma auf der anderen Straßenseite und die Geschwister ein Dorf weiter. Wo Städter mitunter weite Wege zurücklegen, um ihre Familie zu sehen, ist das Zusammenleben auf dem Land häufig enger.

10. Hobbys

Partykeller, Fernsehzimmer, umgebaute Garage zum Handwerken, Agility-Parcours für Hunde im Garten, sogar ein Pferd – Menschen mit platzintensiven Hobbys sind auf dem Dorf genau richtig. Hier gibt es Raum zur Genüge.

Bild: George Hiles/unsplash

 


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