Energie sparen und Co.: So einfach ist ein ökologisches Zuhause

Energie sparen und Co.: So einfach ist ein ökologisches Zuhause

10. November 2017

Umweltschutz, erneuerbare Ressourcen und Klimawandel: Diese Begriffe kennt jeder. Denn die Frage, in welchem Zustand wir diese Erde einmal unseren Kindern hinterlassen werden, beschäftigt die Gesellschaft. Ansätze zu einem umweltfreundlicheren Lebensstil gibt es viele, von der Ernährung hin zu schadstoffarmen Fortbewegungsmitteln.

Ein naheliegender Anfang befindet sich direkt vor unserer Nase: unser Zuhause. Wer ökologischer leben möchte, kann mit einfachen Mitteln direkt in den eigenen vier Wänden beginnen, beispielsweise beim Energiesparen.

Heizkosten senken

Zwar erleben wir in Deutschland nur selten sibirische Winter, trotzdem beginnt spätestens am 1. Oktober die Heizperiode. Wie wir heizen hat direkte Auswirkungen auf die Energiebilanz des Heims: Laut CO2Online spart jedes Grad bei der Raumtemperatur sechs Prozent Energie. Das macht sich nicht nur auf der Heizkostenabrechnung, sondern auch in der persönlichen Ökobilanz bemerkbar. Statt tropischer Temperaturen im Wohnzimmer empfehlen die Experten des Portals daher 20 Grad. Im Bad gelten 23 Grad, im Schlafzimmer 16 bis 18 Grad als ideal. Am besten lassen sich die Richtwerte mit programmierbaren Thermostaten erreichen.

Ebenfalls wichtig: Heizkörper nachts nicht aus-, sondern nur runterdrehen, denn morgens eine komplett ausgekühlte Wohnung neu zu beheizen, kostet im Verhältnis mehr Energie. Zusätzliche Effekte erzielst du, wenn du Rollos und Vorhänge abends zuziehst, da diese isolierend wirken. Bei einem Einfamilienhaus kann das pro Jahr bis zu 30 Kilogramm CO2 sparen.

Richtig Lüften

Auch das richtige Lüften leistet seinen Beitrag zum Energiesparen: Bei gekipptem Fenster kühlen nur die Wände aus, ein richtiger Luftaustausch findet nicht statt. Sinnvoller ist es, für wenige Minuten die Fenster ganz zu öffnen, im Idealfall mehrfach pro Tag. Stoßlüften senkt neben der Rechnung auch die Luftfeuchtigkeit in den Räumen – und damit das Risiko von Schimmelbildung.

Elektrogeräte

So mancher besitzt Elektrogeräte, die gefühlt oder tatsächlich aus dem vorigen Jahrtausend stammen. In solchen Fällen lohnt sich eine Neuanschaffung, denn die Verbrauchswerte moderner Geräte sind erheblich geringer als bei alten Modellen.

Darüber hinaus gilt nach wie vor: Standby ist einer der größten Energiefresser im Haushalt, denn wo ein kleiner roter Punkt leuchtet, fließt auch Strom. Tipp: Für Fernseher, Blu-ray-Player, Stereoanlage und Co. empfiehlt sich eine Sammelsteckdose mit Schalter. Klick – und schon ist das Energieleck abgedichtet. Noch grüner wird das Zuhause außerdem mit Ökostrom.

Die grüne Küche

Wer einmal umdenkt, kann seine Ökobilanz in der Küche mit nur kleinen Verhaltensänderungen im Alltag verbessern. Backen ohne Vorheizen spart laut Greenpeace beispielsweise 20 Prozent Energie. Auf dem Herd sollte jeder Topf Platz auf der entsprechend großen Herdplatte finden, damit nicht unnötig Wärme abgegeben wird. Aus dem gleichen Grund brauchen Töpfe einen passenden Deckel.

Auch beim Thema Auftauen ist vorausschauendes Verhalten Trumpf: Hilfsmittel wie ein warmes Wasserbad oder die Mikrowelle verschwenden unnötig Ressourcen. Klüger ist es, die benötigten Lebensmittel am Vorabend aus dem Tiefkühlfach zu nehmen und bei Zimmertemperatur auftauen zu lassen. Umgekehrt sollten Speisen, die in den Kühlschrank wandern sollen, vorher vollständig abgekühlt sein.

Mülltrennung steht im Öko-Haushalt auf der Tagesordnung. Überzeugungstäter versuchen aber schon beim Einkauf, so wenig Müll wie möglich zu produzieren, indem sie auf Produkte mit wenig Verpackungsmaterialien setzen.

Richtig Waschen und Geschirrspülen

Die richtige Waschroutine hat direkte Auswirkungen auf die Umwelt – schließlich kommen gleich zwei wichtige Ressourcen zum Einsatz: Energie und Wasser. Hier kannst du zum einen sparen, indem du sowohl Geschirrspüler als auch Waschmaschine immer nur gut gefüllt anstellst. Zum anderen kannst du bei der Wäsche mit der richtigen Temperatur den Energieverbrauch senken. Die Verbraucherzentrale Hamburg rät zu einer möglichst niedrigen Waschtemperatur, in der Regel reichen 40 Grad aus. Bei Unterwäsche, Handtüchern und Bettwäsche empfehlen die Experten 60 Grad. Auf 90-Grad-Maschinen könne man hingegen guten Gewissens verzichten.

Und zuletzt gilt ein Blick dem bevorzugten Waschmittel: Die ökologisch sinnvollste Variante ist Öko-Waschpulver im Karton, denn dieses belastet die Umwelt am wenigsten und benötigt keine Plastikverpackung. Viele verschiedene Mittel wie Hygienereiniger oder Weichspüler sind überflüssig und belasten die Umwelt. Ein Color-Produkt für dunkle und bunte Wäsche sowie ein Vollwaschmittel für helle Kleidung und Handtücher reichen aus. Ganz entscheidend ist auch die Dosierung, denn viele Menschen verwenden zu viel Waschmittel. Wenn du einen Messbecher benutzt und dich an die Angaben auf der Verpackung hältst, dann wird die Wäsche sauber, ohne dass unnötige Tenside ins Abwasser gelangen.

Bild: sirastock/istock

 

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