Feng Shui im Schlafzimmer: So kommst du nachts zur Ruhe

Feng Shui im Schlafzimmer: So kommst du nachts zur Ruhe

22. September 2017

Wer sich nächtelang im Bett hin und her wälzt und regelmäßig mit Schlafproblemen zu kämpfen hat, fühlt sich am Morgen oft wie gerädert. Außerdem sind physische Folgen nicht auszuschließen, so die National Sleep Foundation. Zu wenig Schlaf kann demnach Störungen in biologischen Prozessen hervorrufen und Auswirkungen auf das Herz, den Glukosestoffwechsel und den Blutdruck haben.

Höchste Zeit, um zu handeln: Falls du nicht zu Baldrian & Co. greifen willst, verspricht ein Schlafzimmer im Feng-Shui-Stil Abhilfe. Die chinesische Harmonielehre soll das Wohlbefinden innerhalb der eigenen vier Wände steigern und so für erholsame Träume sorgen.

1. Die Raumplanung

Sweet Dreams dank der richtigen Location? Beim Feng Shui geht es darum, durch das Einhalten bestimmter Grundprinzipien sicherzustellen, dass sich verstockte Energien nicht festsetzen und stattdessen das Qi (Energie, Kraft, Emotionen) im Fluss ist. Entscheidend ist bereits die Lage des Ruheraums: Schlafzimmer gehören zu den Yin-Räumen, die als Rückzugsort genutzt werden, während sich in Yang-Räumen (Wohnzimmer, Küche) das aktive Leben abspielt.

Morgenmenschen empfiehlt sich eine Ausrichtung zum Osten, Nachteulen werden mit einem Zimmer nach Westen glücklich. Ideal ist auch die Nähe zu einem Garten, da Blumen als echte Qi-Garanten gelten. Fällt Sonnenlicht hinein, werden deine vier Wände quasi automatisch mit Qi aufgeladen, das Bett sollte aber nicht direkt angestrahlt werden. Eine Überaktivierung kann Schlafprobleme zur Folge haben. Schlafzimmer über Garagen, neben Toiletten oder unter Küchen heißt es zu meiden.

2. Das Bett

Wohnst du in einer kleineren Mietwohnung, kannst du die Lage des Schlafzimmers oft nicht beeinflussen. Dennoch ist es möglich, mit ein paar einfachen Handgriffen ein positives Feng-Shui-Klima zu schaffen. Für eine erholsame Nachtruhe positionierst du das Bett mit dem Kopfteil am besten an einer Wand, sodass du die Tür und das Fenster gut im Blick behältst. Die Lage zwischen diesen beiden Öffnungen gilt allerdings als ungünstig, da so energetischer Durchzug im Schlafzimmer herrscht. Die Liegestätte muss auch genügend Abstand zum Fenster haben, anderthalb Meter gelten als Minimum. Gibt das die Architektur des Raumes nicht her, kannst du den Qi-Fluss mit einer mobilen Trennwand umlenken und das Fenster nachts mit einem blickdichten Vorhang verschließen.

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3. Die Spannungsquellen

Immer und überall erreichbar zu sein, ist Fluch und Segen des modernen Lebens zugleich. Im Schlafzimmer haben die digitalen Helferlein allerdings nichts verloren und müssen laut Feng-Shui-Lehre das Feld räumen. Radiowecker, Fernseher, Laptop und Handy verursachen nicht nur Elektrosmog, sondern wirken sich negativ auf einen ruhigen Schlaf aus. Das bestätigte 2015 die Studie Adolescents’ Electronic Media Use at Night, Sleep Disturbance, and Depressive Symptoms in the Smartphone Age, die an 362 Jugendlichen von der Universität Basel durchgeführt wurde.

Nutze Elektrogeräte nicht im Bett, schalte sie über Nacht ab und verwende einen Wecker mit Batterien. Ist das nicht möglich, halte sie vom Kopfbereich fern.

4. Die Accessoires

Du möchtest mit Dekoartikeln für Gemütlichkeit sorgen? Auch hierfür gibt es klare Regeln: Setzte bei den Accessoires auf jeden Fall auf Naturmaterialien. Um das Konzept von Yin und Yang auszugleichen, sollten die glatten Oberflächen von Schrank, Bett und Kommode durch weiche Materialien wie Vorhänge oder Teppichböden ergänzt werden. Grelle Farben wie Rot sind dabei allerdings tabu, gedeckte und helle Töne dagegen Trumpf. Beachte, dass Spiegel durch ihre Reflexionen Unruhe ins Schlafgemach bringen und nebenbei das Yang erhöhen. Von großen Pflanzen musst du ebenfalls Abstand nehmen, auch sie steigern das Energielevel eines Raumes und sind daher im Wohnzimmer besser aufgehoben. Halte dich bei der Auswahl von Bildern oder Fotos an gegenstandslose Malerei oder ruhige Naturschauspiele. Für Bilder von Familienangehörigen oder Motive, die starke Emotionen bei dir hervorrufen, musst du einen anderen Platz suchen – dann gehört das Schäfchenzählen bald der Vergangenheit an.

Bild: deliormanli/istock

 

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