Finanzwissen kann man lernen: Darum ist Bildung der Schlüssel zur Altersvorsorge

Finanzwissen kann man lernen: Darum ist Bildung der Schlüssel zur Altersvorsorge

8. Dezember 2017

Wer clever ist, denkt an die Zukunft. Was wir schon immer geahnt haben, belegt eine aktuelle Studie der Postbank. In der Untersuchung wird der Bildungsstand mit der Bereitschaft zur Altersvorsorge in Verbindung gebracht.

Die in Auftrag gegebene TNS-Emnid-Umfrage zeigt, dass Menschen mit höherer Bildung eher aktiv werden, wenn es um die Absicherung im Alter geht.

Wer sorgt für den Ruhestand vor? 

  • 80 Prozent der Befragten mit Abitur oder Universitätsabschluss
  • 73 Prozent der Befragten mit mittlerer Reife
  • 64 Prozent der Befragten mit Volks- oder Hauptschulabschluss

Ein Faktor, der Hochschulabsolventen zum Sparen motiviert, ist zweifellos das höhere Gehalt – wer das Abitur oder einen Universitätsabschluss vorweisen kann, verdient auf dem Arbeitsmarkt meist mehr als ein Hauptschulabsolvent und hat damit auch mehr finanziellen Spielraum. Ebenso wichtig ist aber auch die Bereitschaft, sich überhaupt mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Das Interesse an Finanzen steigt mit dem Schulabschluss

Mit diesem Zusammenhang beschäftigte sich das Meinungsforschungsinstitut im Jahr 2015. Damals ergab eine Umfrage, dass Menschen mit höherem Bildungsabschluss häufiger Interesse an Finanzen zeigen.

  • 71 Prozent der Befragten mit Abitur oder Universitätsabschluss
  • 50 Prozent der Befragten mit Volks- oder Hauptschulabschluss

Wertpapiere gewinnen an Bedeutung

„Das Interesse an Finanzthemen und die Bereitschaft, sich mit einer Geldanlage zu befassen, seien die besten Voraussetzungen, um kluge Anlagestrategien zu entwickeln“, erklärt Gerret Bäßler-Vogel, Experte AachenMünchener Lebensversicherung dazu.

In Zukunft werde es immer wichtiger, die Rentenlücke zu schließen. Gemeint ist damit die Differenz zwischen Nettoeinkommen vor Renteneintritt und der gesetzlichen Rente. Unabhängig vom Einkommen würden Wertpapiere eine immer wichtigere Anlageform. Doch auch hier gebe es noch unterschiedliche Herangehensweisen. Befragte mit höherem Bildungsgrad hielten Aktien und Fonds häufiger für rentabel, sicher und für ein gutes Instrument der Altersvorsorge, während Menschen mit niedrigerem Abschluss eher auf konservative Sparformen setzen.

  • 32 Prozent der Befragten mit Abitur oder Universitätsabschluss sorgen mit Aktien oder Fonds vor
  • unter den Absolventen einer Volks- oder Hauptschule sind es nur 15 Prozent

Bild: qimono/unsplash

 


Und worauf sparst du so?

So gehen Jugendliche mit Geld um

Von wegen nicht vorausschauend! Eine aktuelle Studie zeigt, dass junge Menschen im Umgang mit Geld durchaus verantwortungsbewusst handeln. Viele Jugendliche setzen auf konservative Anlageformen und haben beim Sparen konkrete Ziele im Blick.

 

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