Ich mach‘ mir meinen eigenen Strom!

Ich mach‘ mir meinen eigenen Strom!

21. Juni 2017

Immer öfter sieht man auch auf Dächern von Privathäusern Photovoltaikanlagen. Laut Bundesnetzagentur wurden vergangenen Jahr durchschnittlich 1.000 neue Anlagen pro Woche installiert. Wer sich für die grüne Energie interessiert, sollte vorher allerdings einige Punkte beachten: Für wen lohnen sich Solaranlagen? Welche Arten von Solarzellen gibt es? Welche Fördermittel gibt es? Und reicht eine Haftpflichtversicherung als Schutz für die Photovoltaikanlage aus?

Wann lohnt sich Solarstrom?
Generell gilt: Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage ist günstiger als vom Energieversorger Stromanbieter. Pro Kilowattstunde spart man rund 10 – 15 Cent. Ganz abgesehen davon kommt Solarstrom natürlich der Umwelt zugute. Voraussetzung für eine Photovoltaikanlage ist, dass eine Dachseite des Hauses nach Süden bzw. Südosten oder Südwesten zeigt und einen Neigungswinkel zwischen 30 und 45 Grad hat. Bei Flachdächern, ist es unproblematischer, da die Module direkt aufs Dach gestellt und somit optimal ausgerichtet werden können. Ganz wichtig: Das Dach muss die pralle Sonne empfangen. Hohe Bäume oder Nachbarshäuser, die Schatten werfen, reduzieren die Stromproduktion.

Anschaffungskosten rentieren sich
Auch wenn das Haus im eher wolkenverhangenen Norden liegt, rentiert sich eine Photovoltaikanlage. Hier sollte man allerdings zusätzlich einen Batteriespeicher  einbauen lassen, damit die Energie auch nachts und an trüben Tagen zur Verfügung steht. Durchschnittlich kosten  Solarstorm-Anlagen für private Ein- und Mehrfamilienhäuser rund 1.300 bis 1.500 Euro pro Kilowattpeak. Ein Kilowattpeak entspricht etwa vier bis fünf Photovoltaik­modulen, die zusammen eine Dachfläche von rund acht bis zehn Quadratmeter einnehmen. Zum Vergleich: Eine 4-köpfige Familie benötigt ungefähr vier bis fünf Kilowattpeak pro Jahr. Eine Photovoltaikanlage würde in dem Fall zwischen 5.200 und 7.500 Euro kosten. Die Montage ist in den Nettopreisen enthalten, Batteriespeicher müssen extra kalkuliert werden. Die Investionskosten hätten sich nach rund acht Jahren amortisiert.

Effektive Solarmodule
Um einen langandauernden und reibungslosen Betrieb der Photovoltaikanlage zu gewährleisten, müssen die Solarmodule zum einen die Sonnenenergie möglichst effizient in Solarstrom umgewandelt. Zum anderem müssen sie über die gesamte Laufzeit von 25 bis 40 Jahren, allen Witterungen standhalten. Für Solarstromanlagen gibt es derzeit zwei gängige Modultypen: die Dickschichtmodule mit kristalinen Solarzellen und die etwas günstigeren Dünnschichtmodule. Mit Abstand am häufigsten werden die kristallinen Module eingesetzt. Fachberater wissen, welcher Modultyp am besten für das jeweilige Haus geeignet ist.

Fördermittel ausschöpfen
Umweltfreundlicher Strom aus erneuerbaren Energien wird nach wie vor mit unterschiedlichen Mitteln gefördert. Hierzu gehört die Einspeise­vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), wonach Netzbetreiber den Betreibern von Photovoltaikanlagen bis zehn Kilowattpeak einen Betrag für den erzeugten Strom zahlen, wenn diese ihn ins Netz einspeisen. Darüber hinaus gewären Bund, Länder und Banken für den Erwerb und Ausbau von Photo­voltaik­anlagen je nach Einzelfall zinsgünstige Kredite, Zu­schüsse oder steuerliche Abschreibungs­möglichkeiten. Welche Förderungen für Euch in Frage kommen, könnt Ihr beim Bundeswirtschaftsministerium unter http://www.foerderdatenbank.de/ herausfinden.

Gut gesichert für sonnige Zeiten
Normalerweise hält eine Photovoltaikanlage mehrere Jahrzehnte. Aber was ist, wenn Sturm oder Hagel die teure „Stromfabrik“ zerstören. In diesem Fall hilft die Photovoltaik-Versicherung der AachenMünchener. Hiermit sichert Ihr Eure Solarstromanlage bestens ab – gegen Beschädigungen, Diebstahl, Hagelschäden und sogar gegen den Ertragsausfall einer beschädigten Anlage. Unter https://www.amv.de/photovoltaikversicherung/ erfahrt Ihr mehr dazu.

 

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