So schützt Ihr Euch vor fiesen Weihnachtsmarkt-Dieben

„Geschickte Diebe rempeln Weihnachtsmarktbesucher kurz an, um dann unbemerkt in ihre Jackentaschen oder Handtaschen zu greifen.“ Stefan Köhlbach, Versicherungsexperte der AachenMünchener

Schöne Bescherung! Man möchte mit den Freunden einen Glühwein trinken, den Flair des Weihnachtsmarktes genießen – und dann DAS: der Geldbeutel ist weg. Taschendiebe nutzen jedes Jahr die schöne Adventszeit, um sich im Getümmel und Gedränge zu bereichern. Wie man sich vor den gemeinen Tricks der Ganoven schützt und worauf man unbedingt achten sollte, erklärt die AachenMünchener.

Habt nur das Nötigste dabei: Ihr solltet Eure Wertsachen im Gedränge immer dicht am Körper tragen und diese nicht in außenliegenden Taschen aufbewahren. Handtaschen und Rucksäcke lassen sich zudem leicht öffnen. Für einen geübten Dieb genügt ein kurzer Moment, um wertvolle Gegenstände wie ein Mobiltelefon zu ertasten und zu entwenden.

Eine kleine Summe Bargeld reicht: Überlegt Euch vor dem Weihnachtsmarktbesuch, wie viel Geld Ihr benötigen werdet und vermeidet, alle möglichen Kreditkarten und Dokumente bei Euch zu führen. Sollte das nicht möglich sein, teilt die Wertsachen am besten auf mehrere Innentaschen auf. So kann der Dieb im schlimmsten Fall nicht mit einem Schlag alles erbeuten. Zahlt außerdem nicht mit zu großen Geldscheinen. Die Ganoven achten darauf, wer diese aus seinem Portemonnaie zückt.

Seid wachsam: Natürlich sollt Ihr den Weihnachtsmarkt genießen, aber beobachtet dennoch gut Euer Umfeld. Wenn Ihr von einer Person ständig angerempelt werdet, kontrolliert, ob nichts fehlt. Wenn Ihr Geld am Bankautomaten abhebt, seid ebenfalls wachsam. Ist der Kartenschlitz präpariert? Ist das Eingabefeld manipuliert? Werdet Ihr beobachtet? Dann brecht den Vorgang lieber sofort ab. Auch beim Kontakt mit unbekannten Menschen sollte man vorsichtig sein. Bei allzu übertriebenen Gesten – wenn Euch zum Beispiel ein Fremder am Glühweinstand freundschaftlich einen Arm um die Schulter legt – ist Vorsicht geboten.

In solchen Momenten solltet Ihr unbedingt aufpassen: Das sind die miesen Maschen der Taschendiebe

Der Rempel-/Schiebe-Trick: Die geschickten Diebe rempeln Dich kurz an, um dann unbemerkt in Deine Jackentaschen oder Handtaschen zu greifen. Im Gedrängel schieben und klemmen sie auch oft zu zweit oder gleich mit mehreren eine Person ein, um dann Habseligkeiten zu entwenden.

Der Klecker-Trick: An Glühwein- oder Imbissbuden beschmutzen Diebe Eure Kleidung mit Senf oder ähnlichem, um Euch dann scheinheilig bei der Reinigung zu helfen und Eure Wertsachen zu entwenden.

Der Schneide-Trick: Während man an einem Stand die schönen Waren bewundert, nähern sich Diebe von hinten und schneiden mit Messern die Träger der Handtaschen oder Rucksäcke durch, um mit diesen schnell zu verschwinden.

Der Spenden-Trick: Diese miese Masche ist bei den Weihnachtsmarkt-Ganoven besonders beliebt: Sie geben sich als stumme Bettler aus oder behaupten, für eine karitative Einrichtung Geld zu sammeln. Ihrem Opfer zeigen sie dann ein Spendenbuch, in dem viele andere Menschen offenbar schon unterschrieben haben. Holt man dann seine Geldbörse heraus, legt der Dieb sein Spendenbuch über das Portemonnaie, damit Ihr unterschreiben könnt. Währenddessen greift er heimlich Geldkarten und Scheine ab.

Was tun, wenn ich Opfer eines Taschendiebs geworden bin?

Die Polizei empfiehlt, in jedem Fall den Diebstahl anzuzeigen. Entweder bei einer Polizeidienststelle oder gleich vor Ort. Auf vielen Weihnachtsmärkten sind die Beamten auf Streife unterwegs und können direkt angesprochen werden. Außerdem solltet Ihr, so sie entwendet worden sind, unverzüglich Eure Bankkarten sperren lassen. Viele Banken nutzen unter anderem den Sperr-Notruf 116 116. Weitere Informationen dazu hat Euer Kreditinstitut.