Alarmierende Einbruchszahlen: So bleiben die bösen Buben draußen

Frühlingserwachen – das gibt es scheinbar auch bei Einbrechern. Denn die gestiegenen Einbruchszahlen setzen sich leider nach der „Hauptsaison“ der Diebe, dem Winter, fort.  Hier liest Du, was Du tun kannst, damit Einbrecher erst gar nicht ins Haus kommen.

Es wird auch dieses Jahr sicherlich wieder viele frustrierte Einbruchsopfer – und vermutlich auch viele frustrierte Polizeibeamte geben. Denn bundesweit liegt die Aufklärungsrate von Einbrüchen in einem sehr niedrigen Bereich – bei stetig steigenden Einbruchszahlen. Nur jeder sechste Einbruch wird aufgeklärt. Die neuesten Zahlen der Polizei liefern ebenfalls keinen Anlass zur Freude: Nur 2,6 Prozent aller Einbrecher werden am Ende verurteilt.

Zum Hintergrund: Die kürzlich präsentierte bundesweite Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) belegt eine drastische Zunahme von Wohnungseinbrüchen im Jahr 2015. 167.136 Fälle wurden registriert, das ist eine Steigerung von rund zehn Prozent im Vergleich zum Jahr davor. In Deutschland entstand im vergangenen Jahr durch Einbrüche ein Gesamtschaden von mehr als einer halben Milliarde Euro.

Wenn Du ein paar Dinge beachtest, kannst Du Einbrechern die Diebestour bereits erheblich erschweren. Einbruchsexperten der Polizei weisen darauf hin, dass Einbrecher nach wenigen Minuten aufgeben, wenn es ihnen nicht gelingt, in ein Haus oder in eine Wohnung einzudringen. Deshalb ist Prävention wichtig. So empfehlen Experten zum Beispiel mechanische Sicherheitseinrichtungen. Viele Hausbesitzer nehmen Prävention aber auf die leichte Schulter und wundern sich, wenn ein Einbrecher binnen Sekunden mit Hilfe eines Stemmeisens oder Schraubendrehers ungesicherte Fenster und Türen geöffnet hat. Eine Einbruchsicherung an Fenstern, Türen, Fenstertüren und Kellerschächten – in Form von zusätzlichen Schlössern – ist finanziell erschwinglich und hilft deutlich mit, Einbrecher abzuschrecken.

Oft beobachten Einbrecher das ausgewählte Zielobjekt ausgiebig und schätzen die Schwachstellen mit ihrer Erfahrung ab. Zudem versuchen sie so, möglichst viel über die Bewohner und deren Gewohnheiten herauszubekommen. Lebt womöglich ein Hund im Haus, der Alarm schlagen könnte? Wohnt eine alte Frau in der Wohnung, von der vielleicht bei einem missglückten Raub eine geringere Gefahr ausgeht?

Einbrechern reichen nur wenige Minuten, um einen erfolgreichen Coup zu landen und so trifft es die ausgesuchten Opfer meist, wenn sie am wenigstens damit rechnen:
Während Du Milch oder Brötchen holst, schlagen die Verbrecher zu. Gekippte Fenster sind immer eine Einladung, sie sollten deshalb stets geschlossen sein. Auch für die Haus- bzw. Wohnungstür gilt: Immer ordentlich abschließen. Eine Tür, die Du nur schnell ins Schloss fallen lässt, öffnen Einbrecher in Sekundenschnelle. Der Haustürschlüssel sollte niemals draußen „versteckt“ werden. Auch Verbrecher kommen auf die Idee, dass der Schlüsselbund im Blumentopf gleich neben der Haustür, in den Gartenschuhen oder am Fenstersims liegen könnte.

Erste Hilfe im Notfall
Du kommst nach Hause und stellst fest, dass bei Dir eingebrochen wurde. Die Eingangstür oder die Fenster sind beschädigt, alles ist verwüstet, Notebook, Kamera, Schmuck und Bargeld fehlen. In so einer Situation solltest Du sofort die Polizei alarmieren und vorerst nichts unternehmen. Verändere nichts, weil Du sonst wichtige Spuren vernichten könntest. Du solltest dann eine Liste der gestohlenen Gegenstände anfertigen und diese auch an Deinen Versicherer weitergeben. Das ist wichtig, falls der Dieb eines Tages gefasst wird und bei ihm gefundenes Diebesgut wieder an die Besitzer gelangen soll.

Ärgernis Unterversicherung. Unzureichender Versicherungsschutz zählt im Einbruchsfall zu den häufigsten Stolpersteinen der Geschädigten. Ist die angegebene Versicherungssumme in Deiner Police geringer als der tatsächliche Wert Deines Hausrates, liegt eine Unterversicherung vor und Dir wird im Schadenfall nicht die gesamte Schadenhöhe ersetzt. Das Wohnflächenmodell der AachenMünchener Versicherung verhindert bei korrekter Angabe der Quadratmeter Deiner Wohnung eine Unterversicherung.
Was deckt die Hausratversicherung ab? Der Hausrat wird in der Regel zum Wiederbeschaffungswert versichert, das ist die Summe, die für eine Wiederbeschaffung im neuwertigen Zustand aufgewendet werden müsste. Zum Hausrat gehören alle Einrichtungs-, Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände Deiner Wohnung.

Viele weitere sinnvolle Sicherheitstipps findest Du online hier:
http://www.k-einbruch.de