Mehr Sicherheit auf dem Fahrrad in der dunklen Jahreszeit

Radfahren hält fit, spart Sprit und schont die Umwelt. Gute Gründe, um auch im Herbst und Winter auf den Drahtesel zu steigen. Die widrigen Wetterbedingungen und schlechten Sichtverhältnisse können zwar eine Herausforderung darstellen, Experten der AachenMünchener und der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) verraten aber, wie du dennoch sicher an dein Ziel kommst.

Das Fahrrad im Wintercheck

Ein gut ausgerüstetes und gepflegtes Fahrrad ist die Voraussetzung für sicheres Fahren in der dunklen Jahreszeit. Wer auch zwischen November und Februar regelmäßig auf das Rad als Fortbewegungsmittel setzt, klärt idealerweise folgende Punkte in der nächsten Fahrradwerkstatt ab:

  • Ist die Lichtanlage voll funktionsfähig und hell genug für Fahrten im Dunkeln oder in der Dämmerung? Alte Leuchten kannst du gegen neue LEDs mit mehr Leuchtkraft austauschen.
  • Halten die Bremsen den Belastungen in Herbst und Winter stand? Als Faustregel gilt: Wenn die Querrillen der Bremsklötze nicht mehr zu erkennen sind, ist es Zeit für einen Wechsel.
  • Die Kette leidet am meisten unter Nässe und Schmutz, weshalb es ratsam ist, sie regelmäßig zu fetten. Dies gilt auch für andere bewegliche Teile des Rades.
  • Die Reifen sollten noch genug Profil und ausreichend Luft haben. Für bessere Bodenhaftung kann es aber hilfreich sein, ein bisschen Luft abzulassen, wenn der Reifen allzu stark aufgepumpt ist.
  • Besitzt das Rad alle vorgeschriebenen Reflektoren? Gute Sichtbarkeit ist einer der wichtigsten Sicherheitsfaktoren im Straßenverkehr.

Safety first: Ausrüstung des Fahrers

Auch der Radfahrer selbst kann einiges tun, um in der dunklen Jahreszeit sicher ans Ziel zu gelangen:

  • Helle Kleidung mit Reflektoren tragen
  • Einen Helm aufsetzen
  • Eine Kapuze sollte ggf. so beschaffen sein, dass sie das Sichtfeld nicht unnötig begrenzt
  • Handschuhe tragen, die wind- und wasserabweisend, aber dennoch dünn genug sind, um dich beim Bremsen und Schalten nicht zu behindern
  • Ein leicht abgesenkter Sattel sorgt für mehr Sicherheit, wenn es wackelig wird bei glatter Straße

Auch die Fahrweise kann der Radfahrer mit ein paar Tipps an die erschwerten Bedingungen in der dunklen Jahreszeit anpassen. Generell gilt: Das Tempo zu reduzieren und mehr Abstand zu halten sind Grundvoraussetzungen für eine sichere Fahrweise. Bei Glatteis und in rutschigen Kurven mit nassem Laub lieber nicht hektisch bremsen oder ruckartig lenken. Besser ist es, das Rad ausrollen zu lassen und notfalls abzusteigen. Wer dennoch bremsen muss, kann dies rechtzeitig und maßvoll tun.

Versicherungsschutz bei Unfällen

Die meisten Unfälle laufen zum Glück glimpflich ab, doch mit viel Pech kann auch Schlimmeres passieren, eine entsprechende Versicherung kann zumindest die finanziellen Folgen lindern. Die DVAG-Experten erklären: „Trägt sich der Vorfall außerhalb der Arbeitszeiten zu, stellt er keinen sogenannten Wegeunfall dar und die gesetzliche Unfallversicherung greift nicht. Und was zum Arbeitsweg zählt, wird dabei ziemlich streng beurteilt. So wird der erlittene Schaden auch noch zum finanziellen Risiko, insbesondere bei dauerhaften Unfallfolgen wie Invalidität.“

Aus diesem Grund empfiehlt sich eine private Unfallversicherung, die im Fall der Fälle die Folgekosten abdeckt. Je nach Umfang kann sie beispielsweise Gehaltseinbußen ausgleichen und eine Unfallrente zahlen, genau wie medizinische Kostenerstattung oder Schmerzensgeld.

Bild: shitty pics/unsplash

 


Nach dem Winter kommt der Frühling

Der Check: Bist Du startklar für die Fahrradsaison?

Funktionieren die Bremsen noch? Und sitzen alle Schrauben fest? Hier haben wir eine Checkliste: So wird euer Drahtesel mit ein paar Handgriffen wieder fit für den Frühling.