So sicher kann Radfahren im Herbst sein – wenn Du diese Tipps kennst

Schnell durch den Nebel radeln und sicher ans Ziel kommen – Radfahren macht auch im Herbst und Winter Spaß, wenn Du einige Sicherheitsregeln beachtest. Knapp ein Drittel der Deutschen steigt mehrmals pro Woche aufs Rad, für 35 Prozent der Bundesbürger ist der Drahtesel im Sommer wie im Winter sogar das bevorzugte Transportmittel für den Weg in die Schule oder zur Arbeit. Hier findest Du fünf goldene Tipps, wie Du mit dem Drahtesel optimal ausgerüstet und „winterfest“ gemacht durch die kalte Jahreszeit kommst.

Sehen und gesehen werden. Schlechte Sichtverhältnisse sorgen in der kalten Jahreszeit häufig für brenzlige Situationen oder Unfälle. Sehen und gesehen werden gehört deshalb zu den wichtigsten Pflichten eines Radfahrers und kann im Ernstfall, wenn Sekunden entscheiden, lebensrettend sein. So wird eine Fahrt mit dem Rad sicher: Eine gute und funktionsfähige Lichtanlage ist besonders bei schlechter Witterung unersetzlich. Wer hier spart, spart am falschen Ort.

Hier sind die gesetzlichen Vorschriften:

Fahrräder müssen für den Betrieb des Scheinwerfers und der Schlussleuchte mit einer Lichtmaschine, deren Nennleistung mindestens 3 W und deren Nennspannung 6 V beträgt oder einer Batterie mit einer Nennspannung von 6 V (Batterie-Dauerbeleuchtung) oder einem wieder aufladbaren Energiespeicher als Energiequelle ausgerüstet sein.

Die richtige Kleidung. Radfahrkleidung für den Winter soll warm halten und gleichzeitig Bewegungsfreiheit garantieren. Achte beim Kauf darauf, dass sie mit Reflektoren ausgestattet ist, die größte Reflexionsfläche des Radfahrers ist Dein Körper!

Reflexbänder für Arm- und Beingelenke erhöhen zudem die Sicherheit. Man kann seine Jacke, Hose oder Mütze auch selbst mit Reflektoren ausstatten, wer Lust hat, designt sie originell mit seinem Lieblingsmotiv oder -schriftzug. Mehr Informationen zu Reflektorfolie zum Aufbügeln findest Du hier:

http://www.buegelbilder.de/Buegelbilder-selber-machen/velours-flockstoffe/Reflektierende-Buegelfolie.html

Bremsen überprüfen:.Wenn die Fahrbahn rutschig ist, solltest Du unbedingt ausreichend Abstand halten, das Tempo reduzieren und bei Glätte und fester Schneedecke in den Kurven weder treten noch bremsen. Wenn Du trotzdem bremsen musst, sollte das so frühzeitig wie möglich geschehen, Vollbremsungen solltest Du wegen der erhöhten Sturzgefahr auf eisigen Flächen vermeiden.

Eine Bremsung auf Glatteis muss immer so vorsichtig wie möglich ausgeführt werden. Versuche, ohne zu bremsen, auszurollen. Eine umsichtige, vorausschauende Fahrweise lohnt sich bei Glatteis besonders! Lieber ein paar Minuten später, aber sicher am Ziel ankommen, als einen Unfall riskieren.

Der Luftdruck-Trick. Kleiner Trick, große Wirkung: Wenn Du auf Deinem Drahtesel mehr Halt auf der Fahrbahn haben möchtest, solltest Du den Luftdruck der Reifen auf den Mindestdruck einstellen. Den genauen Wert findest Du an der Reifenflanke. Der Trick liegt darin, dass der Reifen durch die Druckverminderung mit einer größeren Fläche auf der Fahrbahn liegt – das erhöht die Sicherheit.

Reifenwechsel auch beim Fahrrad. Reifenhersteller haben spezielle Winterreifen auch für den Drahtesel entwickelt. Es gibt beispielsweise Reifen, deren Lauffläche Rauheit verleiht wurde, die während des Fahrens freigesetzt wird. Die dadurch entstehenden winzigen Hohlräume sollen einen ähnlichen Lamelleneffekt wie bei Autoreifen ergeben. Es gibt sogar Reifen mit Spikes. Ein Modell hat zum Beispiel 240 Spikes, die auf Eis und festgefahrenem Schnee für mehr Sicherheit sorgen, ohne dabei die Straßendecke zu schädigen.