So bleiben Einbrecher draußen – die sieben wichtigsten Tipps

Im November und Dezember schlagen Einbrecher am liebsten zu: Im November 2014 verzeichnete das Bundeskriminalamt bundesweit insgesamt 17.305 Einbrüche, im Dezember 2014 waren es 19.600. Die Tendenz ist seit Jahren steigend,  149.500 Mal  überwanden Einbrecher mehr oder weniger wirksame Sicherheitsvorkehrungen und räumten Wohnungen leer. Unser AMV-Blog-Eintrag erklärt Dir, wie Du Dein Hab und Gut schützen kannst. 

Schütze Deine Eingangstür! Gäste kommen durch die Wohnungstür – auch ungebetene nutzen diesen Eingang gern: Laut Erfahrungswerten der Polizei werden Einbrecher am ehesten vom Eindringen in die Wohnung oder das Haus abgehalten, wenn man sie schon an der Tür stoppt, indem man ihnen das unerwünschte Öffnen so schwierig wie möglich macht. 42 Prozent der Einbrüche können dadurch verhindert werden, dass die Täter genervt aufgeben und das Weite suchen. Einfache Handlungen erhöhen die Sicherheit: Tür deshalb niemals nur schnell ins Schloss ziehen, sondern immer zweifach abschließen. Auch wenn man nur mal schnell Brötchen oder Zigaretten kaufen geht – der kleine Zeitaufwand, die Wohnungstür ordentlich abzuschließen, lohnt sich.

Manche Haus- oder Eingangstüren lassen sich allein mit körperlicher Gewalt und ohne Einsatz von Einbruchwerkzeug zu öffnen. Die gute Nachricht: Jede Eingangstür lässt sich problemlos nachrüsten, der Einbau einer neuen, einbruchhemmenden Tür ab Widerstandsklasse 2 (insgesamt gibt es sechs, wobei sechs für die höchste Widerstandsklasse steht) bietet einen guten Einbruchschutz.

Fenster zu! Nur mal ganz schnell zu den Nachbarn oder flink in den Supermarkt? Auch hier solltest Du bedenken, dass Einbrechern kurze Zeitfenster schon reichen. Sie brauchen für ihre Taten meist nur wenig Zeit und nutzen auch kleine Fehler ihrer potenziellen Opfer. Sehen Kriminelle beim Eindringen durch die Wohnungstür Hürden, wenden sie sich umgehend der zweiten Möglichkeit, den Fenstern, zu. Ein gekipptes Fenster ist mühelos aufzuhebeln – und schon sind sie im Haus.

Gibt es ein supersicheres Geheimversteck für den Schlüssel? Klare Antwort: Nein. Jeder Dieb kennt die gängigen, vermeintlich sicheren Verstecke von Blumentopf bis Gartenschuhe. Auch unter der Türmatte ist kein geeigneter Platz und jeder Dieb wird auf die Idee kommen, hinter der Gießkanne, die neben der Eingangstür steht, zu gucken. Also Zweitschlüssel immer nur bei Nachbarn oder anderen vertrauenswürdigen Personen deponieren.

Schlüssel verloren? Du denkst: Wird schon gut gehen, die Stadt ist schließlich groß. Du solltest aber kein unnötiges Risiko eingehen: Denn nur wenn du den Schließzylinder austauschen lässt, kannst Du ausschließen, dass jemand den Schlüssel findet und zuordnen kann und potenzielle Einbrecher auf dumme Gedanken kommen.

Es klingelt – Oh, Besuch! Du hast niemanden eingeladen? Dann solltest Du auch nicht freudestrahlend und ohne Sicherheitsvorkehrungen die Tür öffnen. Bei Trickbetrügern ist es eine beliebte Masche, als Handwerker oder Briefträger „verkleidet“, vor der Tür zu stehen. Zeige gegenüber Fremden ein gesundes Misstrauen und schaue, so vorhanden, zuerst durch den Türspion, wenn Unbekannte vor Deiner Eingangstür stehen. Auch ein Sperrbügel, der bewirkt, dass Du Deine Tür nur einen „Türspalt“ breit öffnen kannst, ist eine kleine, aber effiziente Sicherheitseinrichtung.

Du verreist? Schön, aber erzähle es nicht der ganzen Welt. Wer in sozialen Netzwerken freudig postet, dass er gerade seine Koffer packt, sollte sich darüber bewusst sein, dass Verbrecher online mitlesen können. Und für die ist der kleine Hinweis, dass Dein Haus oder Deine Wohnung einige Zeit leer stehen, Bares wert. Während Du Fotos vom Strand postest, können sie sicher sein, nicht beim Einbruch gestört oder gar ertappt zu werden.

Licht an! Selbst wenn Du nicht zu Hause bist, eine Zeitschaltuhr, die Lampen zeitgesteuert einschaltet, suggeriert in der Winterdunkelheit: Vorsicht, da ist jemand zu Hause. Ein Einbrecher, der damit rechnen muss, dass die Immobilie, die er ausrauben will, bewohnt ist, wird es sich zweimal überlegen, ob er die Tür aufbricht. Eine Zeitschaltung ist somit eine einfache und kostengünstige Idee, sich vor Einbrechern zu schützen.

 

Viele weitere sinnvolle Sicherheitstipps findest Du online hier:

www.k-einbruch.de